Waldbaden mit Murmeli – neue Entdeckungen im Stralsunder Stadtwald
Wie viele Farben hat eigentlich der Wald? Und was entdeckt man, wenn man nicht einfach hindurchläuft, sondern ganz bewusst hinschaut? Beim Waldbaden im September machten sich die Kinder der Ja-Naturkita Alte Stadtkoppel gemeinsam mit ihrem Maskottchen Murmeli auf eine kleine Entdeckungsreise.
Wieder unterwegs zum Waldbaden
Der Stralsunder Stadtwald liegt für die Kinder der Ja-Naturkita Alte Stadtkoppel direkt vor der Tür. Nur einmal über die Straße – und schon beginnt das Waldabenteuer.
Bereits im März waren die Kinder hier zum Waldbaden im Stadtwald unterwegs. Damals standen die ersten Zeichen des Frühlings, das Lauschen in den Wald und kleine Entdeckungen am Wegesrand im Mittelpunkt. Am 7. September 2026 ging es nun wieder hinaus. Der vertraute Stadtwald zeigte sich inzwischen in einer anderen Jahreszeit – und auch diesmal gab es einiges zu entdecken.
Mit dabei war das Maskottchen der Gruppe: Murmeltier Murmeli.
Heute wird geschlendert
An diesem Vormittag sollte einmal nicht getobt werden. Stattdessen hieß es: schlendern, lauschen, wahrnehmen und beobachten. Die Kinder suchten sich gemeinsam einen schönen Platz im Stadtwald und breiteten ihre Decken aus. Schuhe und Socken durften ausgezogen werden. Erst einmal ankommen, es sich gemütlich machen und die Umgebung auf sich wirken lassen.
Doch Moment mal: Wo war eigentlich Murmeli? Vielleicht schlief das kleine Maskottchen noch irgendwo im Moos? Gemeinsam riefen die Kinder nach ihm – und natürlich ließ Murmeli nicht lange auf sich warten.
Augen zu und Ohren auf
Nun wurden die Augen geschlossen. Die Kinder atmeten ruhig ein und aus und lauschten ganz bewusst in ihre Umgebung hinein. Wie klingt das Rascheln der Blätter? Wie fühlt sich der Wind auf der Haut an? Und wo sind die warmen Sonnenstrahlen zu spüren? Es sind kleine Dinge, die leicht übersehen oder überhört werden. Wer sich aber Zeit nimmt und für einen Moment ganz still wird, kann den Wald noch einmal auf eine andere Weise erleben.
Eine Geschichte von Murmeli
Nun wurde es noch einmal ganz ruhig: Murmeli hatte eine Geschichte für die Kinder dabei. Jeder durfte so zuhören, wie es sich für ihn am besten anfühlte – mit geschlossenen Augen oder mit offenem Blick, der durch die Gegend schweifen konnte.
In der Geschichte versteckte sich zugleich eine kleine Aufgabe für den späteren Rückweg.
Doch zunächst blieb noch Zeit für eine Meditationsreise mit der Klangschale. Die ruhigen Klänge begleiteten die Kinder dabei und ließen Raum für Fantasie und eigene Gedanken. Danach wurde sich ausgiebig gereckt und gestreckt – und langsam machte sich die Gruppe wieder auf den Weg.
Ist der Wald wirklich nur grün?
Jetzt kam Murmelis Aufgabe ins Spiel. Der Wald hat viele Grüntöne. Aber ist er wirklich nur grün?
Die Kinder schauten auf dem Rückweg besonders aufmerksam hin. Und tatsächlich: Wer genauer sucht, entdeckt weit mehr. Blätter, Eicheln, Federn, kleine Äste und andere Naturmaterialien zeigten ganz unterschiedliche Farben, Formen und Strukturen. Was zunächst wie ein vertrauter Waldweg aussah, wurde so noch einmal zu einer kleinen Entdeckungstour.
Dabei staunten die Kinder selbst darüber, wie viel es zu finden gab:
„Wir haben nicht gedacht, dass wir so vieles finden.“
Derselbe Wald – und doch immer wieder anders
Schon beim Waldbaden im Frühjahr hatten die Kinder erlebt, wie viel sich entdecken lässt, wenn man langsam unterwegs ist und seiner Umgebung Aufmerksamkeit schenkt. Einige Monate später zeigte sich nun: Derselbe Wald kann immer wieder Neues bereithalten. Jahreszeiten verändern Farben, Geräusche und kleine Fundstücke – und manchmal genügt schon eine neue Aufgabe, um einen vertrauten Weg mit ganz anderen Augen zu sehen.
Wie schön, dass dieses Stück Natur für die Kinder der Alten Stadtkoppel gleich gegenüber beginnt.









